Beim diesjährigen Unternehmerfrühstück der Stadt Velten nutzten Vertreterinnen und Vertreter von rund 20 Unternehmen die Gelegenheit zum Austausch mit Verwaltung und untereinander. Im Mittelpunkt der Veranstaltung im Kommunikationszentrum stand neben Themen wie Wasserstoff und Geothermie vor allem ein Aspekt, der viele Betriebe gleichermaßen betrifft: die Mobilität.
Bürgermeisterin Manuela Nebel betonte die Rolle der Verwaltung als Ansprechpartnerin für die lokale Wirtschaft und rief dazu auf, Bedarfe offen zu adressieren. Dieses Angebot wurde angenommen – insbesondere beim Thema Erreichbarkeit von Unternehmensstandorten.
Ein zentrales Anliegen der Veltener Unternehmen bleibt der fehlende S-Bahn-Anschluss. Für viele Betriebe ist die Anbindung entscheidend, um Fachkräfte zu gewinnen und zu halten. Bereits heute berichten Unternehmen von konkreten Nachteilen im Wettbewerb um Mitarbeitende. Perspektivisch ist laut aktuellen Informationen des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg jedoch frühestens Mitte der 2030er-Jahre mit einer Umsetzung zu rechnen.
Neben der überregionalen Anbindung wurde auch die innerstädtische Infrastruktur diskutiert. Die Taktverdichtung der Buslinie 807 zwischen Velten und Hennigsdorf seit September 2025 verbessert zwar die Erreichbarkeit einzelner Gewerbestandorte. Ob dieses Angebot langfristig bestehen bleibt, hängt jedoch von der tatsächlichen Nutzung ab. Veltens Wirtschaftsförderin Susanne Zamecki appellierte daher an die Unternehmen, aktiv zur Auslastung beizutragen.
Die Finanzierung der aktuellen Testphase tragen die Städte Velten und Hennigsdorf gemeinsam. Eine dauerhafte Übernahme durch die Verkehrsbetriebe ist erst bei wirtschaftlicher Tragfähigkeit vorgesehen.
Darüber hinaus wurde aus der Unternehmerschaft angeregt, weitere Gewerbestandorte – etwa entlang der Kanalstraße – besser an den öffentlichen Nahverkehr anzubinden. Das Unternehmerfrühstück machte damit einmal mehr deutlich: Mobilität ist ein entscheidender Standortfaktor und bleibt eines der drängendsten Themen für die wirtschaftliche Entwicklung vor Ort.
Foto: © Stadt Velten / Stefanie Steinicke-Kreutzer



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