
Vernunft und Verantwortung sagen uns gleichermaßen, dass wir unsere Gewohnheiten im Umgang mit Energie zu Hause, im Verkehr und im Betrieb verändern sollten.
Seit 15 Jahren haben die Preise für Energieträger kontinuierlich zugenommen. Vor allem bei Ölbasierten Produkten sind es bis zu 280 %. Für die Nutzung eines PKW (10.000 km, 7,6 l je 100 km) müssen wir daher heute mit 1.064 Euro fast dreimal so viel Geld ausgeben wie Mitte der 90er Jahre. Für unsere Wohnungen haben sich die Kosten etwa verdoppelt. Zunehmende Knappheit und Spekulationen haben die Preise angetrieben und das wird wohl so weitergehen.
Deutschland hat sich verpflichtet, auf der Basis der Emissionen von 1990
eine 40 %ige Reduzierung bis zum Jahr 2020 zu erzielen. Das wären dann noch 7,8 t CO2 je Kopf der Bevölkerung. Im Jahr 2006 lagen wir bereits bei 9,5 aber in Brandenburg auch bei Abzug des exportierten Stroms bei 13,5 t je Kopf.
In den drei Städten des Wachstumskerns mit knapp 79.000 Einwohnern ist in den vergangenen Jahren schon viel geleistet worden, um den Energieverbrauch zu verringern: sanierte Wohnungen, optimierte Fernwärme, gekoppelte Strom- und Wärmeerzeugung, die die Abwärme der Stromerzeugung für die Beheizung von Wohnungen nutzt, Holzhackschnitzel als Primärenergieträger, eine große Solaranlage für die Warmwasserbereitung, und, und, und. Damit wurde das Klima bereits entlastet, z. B. je vermiedener Kilowattstunde Erdgas um 251 g, je vermiedener Kilowattstunde Strom um 605 g oder je Kilowattstunde Benzin (das entspricht 0,12 Liter) um 309 g.
Klimaschutz zahlt sich für alle aus: die Kunden, die weniger bezahlen müssen, die Anbieter von Produkten und Dienstleistungen, die Arbeitsplätze vor Ort schaffen, statt dass unser Geld nach Fernost exportiert wird und natürlich das Klima, das unsere Kinder nicht über Gebühr belasten soll.
Machen Sie mit!
OHV will sich zum Klimaschutzkompetenzzentrum weiterentwickeln und hat dazu mit RuppinConsult und der Fördergesellschaft Erneuerbare Energien eine Strategieentwicklung begonnen, bei der viele Zahlen erhoben und Ideen entwickelt worden sind. In einer Ideenwerkstatt wurden bereits wichtige Mitarbeiter aus den Städten, Wohnungsunternehmen und von den Energieanbietern einbezogen.
Jetzt bitten wir Sie als Bürger von Oranienburg, Hennigsdorf und Velten Ihre Erfahrungen und Wünsche einzubringen.
Bei der Bürgerwerkstatt am 5. Juli um 18:00 Uhr im Bürgerzentrum in Oranienburg (Albert-Buchmann-Straße 17) werden wir Ihnen den aktuellen Sachstand darstellen und Sie zur gemeinsamen Arbeit an einer Strategie bitten.
Im Vorfeld können Sie uns bereits schreiben und mitteilen, wo Sie ihren Energieverbrauch reduzieren konnten. Wir rechnen Ihnen dann aus, wie viel CO2-Emissionen Sie damit für den Wachstumskern bereits vermieden haben. Bei der Bürgerwerkstatt werden diese Beispiele dann präsentiert.
Machen Sie Gebrauch von den nebenstehenden Dateien, die Sie einfach ausdrucken und ausfüllen oder an ihrem Rechner bearbeiten können.
